Wir werden digital

Seit Beginn der Pan­de­mie zeig­te sich klar, dass wir einen Schritt in die Rich­tung des digi­ta­len Ler­nens machen müs­sen. Für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der FAWZ-Schu­len bedeu­tet es, dass sie ab dem kom­men­den Schul­jahr mit einem End­ge­rät aus­ge­stat­tet werden.

Wir Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen der Montesso­ri Grund­schu­le Königs Wus­ter­hau­sen und der Frei­en Montesso­ri Grund­schu­le Han­gels­berg arbei­ten eng zusam­men und berei­ten uns best­mög­lich dar­auf vor. Wir bil­den uns ste­tig wei­ter und pla­nen gemein­sam einen sanf­ten Ein­stieg für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Umgang mit dem neu­en Medium.

Unser Ziel ist es die digi­ta­len End­ge­rä­te in Ver­bin­dung mit der Montesso­ri-Päd­ago­gik in unse­ren Schul­all­tag zu inte­grie­ren. Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen sowie die IT-Abtei­lung saßen oft zusam­men, um dar­über zu bera­ten, wie wir gemein­sam die­sen Schritt ange­hen. Im Lau­fe die­ser Zeit ent­stand ein „Tablet-Füh­rer­schein“ für die Klas­sen­stu­fe 1–3 und ein „Lap­top-Füh­rer­schein“ für die Klas­sen­stu­fe 4–6.

In klei­nen Schrit­ten knüp­fen wir an die indi­vi­du­el­len Erfah­run­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Umgang mit digi­ta­len Medi­en an.

Der „Tablet-Führerschein“

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fe 1–3 arbei­ten mit einem Tablet, wel­ches mit einer Stoß­schutz­hül­le aus­ge­stat­tet ist.
Auf den Gerä­ten wird eine kind­ge­rech­te Such­ma­schi­ne instal­liert, für den gesi­cher­ten Zugang zum Inter­net, sowie Schreib­pro­gram­me, Lern­pro­gram­me (z.B. Anton-App) und bei Bedarf auch digi­ta­le Schulbücher.

Inhalt des „Tablet-Füh­rer­scheins“ ist der sach­ge­rech­te und siche­re Umgang mit dem Gerät, die Arbeit mit den instal­lie­ren Lern- und Schreib­pro­gram­men, das Umset­zen der zusam­men erstell­ten „Nut­zungs­re­geln und Neti­quet­ten“ und auch die Arbeit mit der kind­ge­rech­ten Suchmaschine.

Die Anfor­de­run­gen sind alters­ent­spre­chend erar­bei­tet und mit den Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen auf die jewei­li­gen Jahr­gangs­stu­fen, sowie indi­vi­du­ell abge­stimmt. Dies gilt für bei­de „Füh­rer­schei­ne“.

In den kom­men­den Jah­ren kön­nen die Inhal­te der „Füh­rer­schei­ne“ ange­passt und bei Bedarf erwei­tert werden.

Der „Laptop-Führerschein“

Im Jahr­gang 4–6 arbei­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit einem Lap­top mit Tablet-Funktion.
Auf die­sen Gerä­ten wird im Ver­gleich zu den Tablets die Such­funk­ti­on erwei­tert. Gleich­zei­tig wird es Ein­schrän­kun­gen zur siche­ren Suche geben. 
Die Inhal­te des „Lap­top-Füh­rer­scheins“ sind den des „Tablet-Füh­rer­scheins“ nachempfunden.
Natür­lich sind die Anfor­de­run­gen auch hier alters­ent­spre­chend erar­bei­tet und erwei­tert worden.

Auf bei­den End­ge­rä­ten arbei­ten wir mit dem­sel­ben Schreib­pro­gramm, um die Schü­le­rin­nen und Schü­ler best­mög­lich auf die wei­ter­füh­ren­den Schu­len vorzubereiten.

Wir gehen einen wei­te­ren Schritt in die digi­ta­le Rich­tung, und ver­bin­den die­sen mit dem päd­ago­gi­schem Kon­zept Maria Montesso­ris nach dem wir leh­ren und lernen.

Juli­et­te Schlüter
Ver­ant­wort­li­che für Tablet- und Laptop-Führerschein

Herausforderungen der Digitalisierung

Das Recht auf Bil­dung ist ein Grund­recht, auf dem unser Bil­dungs­sys­tem beruht. Schon vor Pan­de­mie­zei­ten wur­de in ver­schie­de­nen Gre­mi­en die Digi­ta­li­sie­rung im Schul­bil­dungs­sys­tem ange­regt, aber noch nicht so sehr mani­fes­tiert. Es war eher eine Aus­rich­tung in die Zukunft. Ein­zel­ne Schu­len, die sich schon früh­zei­tig mit zag­haf­ten Schrit­ten die­sem The­ma näher­ten, sind heu­te die glück­li­chen Gewin­ner. Oft­mals als Pilot­pro­jekt geför­dert, kön­nen sie heu­te alle ande­ren inten­siv unter­stüt­zen. Die Digi­ta­li­sie­rung, die heu­te von der Gesell­schaft als die Zukunft geprie­sen wird, hat aber gera­de erst begon­nen, und der damit ver­bun­de­ne Auf­bruch zu neu­en Ufern ent­fes­selt bei Päd­ago­gen, Kin­dern, Eltern, Erzie­hern und Leh­rern unter­schied­li­che Emo­tio­nen. Es muss ein­fach an alles gedacht – und auch umge­dacht – wer­den. Es wird Feh­ler geben, aber Feh­ler sind nun mal Bestand­teil des Ler­nens und der Weiterentwicklung.

Im Gespräch mit dem Geschäfts­füh­rer der FAWZ gGmbH, Tho­mas Enkel­mann, und Mari­on Micheel, Refe­ren­tin für Schul­ent­wick­lung und Qua­li­tät, mach­ten bei­de deut­lich, wie die­se Her­aus­for­de­rung der Digi­ta­li­sie­rung in ihrem Schul­ver­bund For­men annimmt. Mit der Pan­de­mie kam die Digi­ta­li­sie­rung erst rich­tig in Fahrt, das war dem Home­schoo­ling der Kin­der geschul­det, die ja nicht in die Schu­le kom­men konn­ten. Und da fin­gen die Pro­ble­me an, rich­tig sicht­bar zu wer­den: Die unter­schied­li­che tech­ni­sche Aus­stat­tung der Kin­der zu Hau­se und das Inter­net in Ver­bin­dung mit der Schu­le stell­ten alle Eltern, Kin­der und Leh­rer vor die Fra­ge, wie man es zukünf­tig bes­ser machen kann.

The­men waren dabei WLAN, tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen, Lehr­in­hal­te, Tech­nik erler­nen und vie­les mehr. Der Druck der Schü­ler und Eltern, aber auch der Leh­rer wuchs und gab Anlass, sich mit der Kom­ple­xi­tät der Bil­dung noch mehr im Klein­tei­li­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen. In die­sem Cha­os der Mög­lich­kei­ten muss es ein kla­res Ziel geben, waren sich Tho­mas Enkel­mann und Mari­on Micheel einig, das hät­te die eige­ne Erfah­rung und die der Pilot­pro­jekt­ler in vie­len Fach­ge­sprä­chen erge­ben. Den Ler­nen­den muss ein Instru­ment an die Hand gege­ben wer­den, was gleich­zei­tig zwei Prä­mis­sen erfüllt: Alle haben das glei­che Gerät und alle sind gleich­ge­stellt, egal aus wel­chen Blick­win­keln man es betrach­tet. Jeder Schü­ler hat damit die glei­chen Grund­vor­aus­set­zun­gen, um sei­nem Bil­dungs­drang frei von Pro­ble­men der Tech­nik nach­zu­ge­hen. Tablet und Note­book von Micro­soft sind nun die gefei­er­ten Instru­men­te, mit denen alles mög­lich ist. Das ist aller­dings nur ein Grund­bau­stein, die Fra­ge der Soft­ware sowie der Pro­gram­me und des aus­rei­chen­den WLAN an den Schu­len ist grund­sätz­lich geklärt.

Im Schul­ver­bund der FAWZ gGmbH ist gere­gelt, dass die Grund­schü­ler der 1. bis 3. Klas­sen ein Tablet mit alters­ent­spre­chen­den Pro­gram­men bekom­men, die Schü­ler der 4. bis 6. Klas­sen erhal­ten ein Note­book mit Erwei­te­run­gen. Ab der 7. bis 13. Klas­se ist es mit kom­ple­xe­ren Details bestückt und ent­hält alle erfor­der­li­chen Inhal­te zum Ler­nen. Dar­über hin­aus bekom­men die Schü­ler unter­schied­li­che Kom­pe­ten­zen zuge­teilt, inwie­weit sie auf ihre Netz­wer­ke zugrei­fen kön­nen. Die Eltern müs­sen aller­dings eine klei­ne Auf­wands­ent­schä­di­gung zah­len, die sich aber mini­mal gestal­ten wird. Der Trä­ger über­nimmt die Ver­si­che­rungs­leis­tung, damit die Gerä­te im Fall der Fäl­le gesi­chert sind.

Das The­ma Digi­ta­li­sie­rung ist mit der tech­ni­schen Aus­stat­tung bei wei­tem noch nicht zu Ende gedacht. Im Gespräch zeich­net sich klar ab, dass man die Bil­dung ganz neu defi­nie­ren muss – und zwar über den Inhalt.

Refe­ren­tin Mari­on Micheel ist der fes­ten Über­zeu­gung, dass es die Auf­ga­be der Schu­le ist, die Kin­der auf ihr zukünf­ti­ges Leben und die Arbeits­welt vor­zu­be­rei­ten. Genau das sei die Auf­ga­be von Bil­dung. Dabei spie­len natür­lich in ers­ter Linie die Leh­rer eine gro­ße Rol­le, denn sie sind es, denen die­se gro­ße Auf­ga­be in der Haupt­sa­che zukommt. Sie sind es aber auch, die mehr denn je mit inhalt­li­chem und tech­ni­schem Rüst­zeug umge­hen müs­sen. Was wie­der­um bedeu­tet, dass der Lehr­plan neu defi­niert und umge­dacht wer­den muss. Denn auch die Leh­rer müs­sen geschult wer­den, für sie eröff­nen sich immer mehr Wege bei der Digi­ta­li­sie­rung. Es gibt Leh­rer, denen fällt die neue Auf­ga­be leich­ter als ande­ren. Zur­zeit ist ein Umbruch auf allen Ebe­nen zu spü­ren, um die­sen zu kom­pen­sie­ren und alle auf­kom­men­den Fra­gen zu klä­ren, muss noch viel erar­bei­tet wer­den – und zwar in Teamleistung.

Die schnell vor­an­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung schürt auch Ängs­te bei eini­gen Eltern, denen das viel zu schnell geht. Sie füh­len sich über­rannt und wür­den es lie­ber sehen, wenn sich die Kin­der erst spä­ter mit dem Inter­net und den damit ver­bun­de­nen Risi­ken aus­ein­an­der­set­zen wür­den. Was macht das mit dem Kind? Die­se und vie­le ande­re Fra­gen ver­sucht der­zeit die Leh­rer­schaft zu klä­ren. Die Auf­klä­rungs­ar­beit darf dabei nicht auf der Stre­cke blei­ben, dar­um ist man bemüht, mit den Eltern ins Gespräch zu kom­men. Der­zeit ist das nicht so ein­fach, schil­dert Mari­on Micheel, aber man sei bestrebt, die Eltern im Digi­tal­raum mit Eltern­brie­fen auf dem Lau­fen­den zu hal­ten. Ange­neh­mer wäre es natür­lich, wenn man sich dabei gegen­über­sit­zen könn­te. Man geht davon aus, dass dies mit den teil­wei­sen Locke­run­gen bestimmt zukünf­tig wie­der mög­lich sein wird.

Chris­toph Ulbricht
Spree­bo­te Online

Die­ser Arti­kel erschien am 26. Mai 2021 im Spree­bo­te Online.

Newsletter Grundschule-Aktuell — Ausgabe 22 — Schuljahr 2021/22

Lie­be Eltern, Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie Kol­le­gin­nen und Kollegen,

auch in die­sem Schul­jahr ver­sorgt Euch unser News­let­ter „Grun­d­­schu­le-Aktu­ell” in regel­mä­ßi­gen Abstän­den mit den neus­ten Infor­ma­tio­nen rund um unse­re Schu­le. Hier ist unse­re 22. Aus­ga­be des dies­jäh­ri­gen Schuljahres.

Damit Sie nichts mehr ver­pas­sen — und Ihr auch nicht.

Montessori Grundschule Hangelsberg_Newsletter Grundschule-Aktuell


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Das Team der Frei­en Montesso­ri Grund­schu­le Han­gels­berg der FAWZ gGmbH

Veröffentlicht unter News

Handout zur Elternkonferenz

Wir gehen ers­te Schrit­te in Rich­tung Digi­ta­li­sie­rung und Wan­del. In der letz­ten Eltern­kon­fe­renz an unse­rer Montesso­ri Grund­schu­le Han­gels­berg wur­den die fol­gen­den Zukunfts­the­men besprochen:

  • Inter­na­tio­na­les
  • Schu­le neu denken
  • Wei­ter­ent­wick­lung des Digitalkonzeptes

Die Zusam­men­fas­sung fin­den Sie hier.

Montessori Grundschule Hangelsberg_Handout Elternkonferenz_19.05.2021


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Das Team der Frei­en Montesso­ri Grund­schu­le Han­gels­berg der FAWZ gGmbH

Informationen zum Corona-Testkonzept

Lie­be Eltern, lie­be Schü­le­rin­nen und Schüler,

ab Mon­tag, dem 19. April 2021, gel­ten die aktu­el­len gesetz­li­chen Bestim­mun­gen der 7. SARS-Cov-2-Ein­däm­mungs­ver­ord­nung zum Aus­bau der Coro­na-Schutz­stra­te­gie (§ 17a).

Ab dem 19. April 2021 ist dem­nach der Zutritt zu Schu­len allen Per­so­nen unter­sagt, die der Schu­le kei­nen Nach­weis über ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis einer Infek­ti­on mit dem SARS-CoV-2-Virus vorlegen.

Im Rah­men der Test­stra­te­gie des Lan­des Bran­den­burg für den Schul­be­reich dür­fen Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Schul­ge­län­de nur noch betre­ten, wenn sie an zwei bestimm­ten, nicht auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen pro Woche eine tages­ak­tu­el­le (nicht län­ger als 24 Stun­den zurück­lie­gen­de) Beschei­ni­gung über einen (Selbst-)Test auf das Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 mit nega­ti­vem Test­ergeb­nis vor­wei­sen können.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler füh­ren den Selbst­test zu Hau­se durch, die Tests wer­den von der Schu­le zur Ver­fü­gung gestellt. Nur aus­nahms­wei­se wird der Selbst­test in der Schu­le durch­ge­führt. Hier­für wäre die Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung zur Durch­füh­rung von SARS-CoV2-Selbst­tests in der Schu­le (Anla­ge 3) auszufüllen.

Für den Erhalt der Tes­te müs­sen Eltern die Erklä­rung über die Abga­be der SARS-CoV2-Selbst­tests durch die Schu­le (Anla­ge 4, Sei­te 2) unter­zeich­nen und die­se ihrem Kind bzw. ihren Kin­dern für die Abga­be in der Schu­le mit­ge­ben. Voll­jäh­ri­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler erhal­ten die Tes­te eben­so direkt in der Schu­le mit der Abga­be der o. g. unter­zeich­ne­ten Erklä­rung (Anla­ge 4, Sei­te 2).

Der Nach­weis über die Durch­füh­rung des Tes­tes erfolgt über das Doku­ment Beschei­ni­gung Selbst­test + Nega­ti­v­er­geb­nis (Anla­ge 2), das bereits durch die Eltern bzw. voll­jäh­ri­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus­zu­fül­len und immer bei sich zu füh­ren ist.

Die Anla­gen zur aktu­el­len Ände­rung der 7. SARS-Cov-2-Ein­dV und das Test­kon­zept für die bran­den­bur­gi­schen Schu­len fin­den Sie hier zum Download.

Alle übri­gen Per­so­nen, die die Schu­le besu­chen wol­len, benö­ti­gen eben­falls einen  aktu­el­len Selbst­test, der bei Betre­ten der Schu­le vor­zu­le­gen ist.

Die Freie Montesso­ri Grund­schu­le Han­gels­berg der FAWZ gGmbH